Mittwoch, 11. November 2015
Montag, 19. Oktober 2015
CRM Trends 2015
Wir lieben Trends. Was ist im Jahr 2015 "trendy"? Während vielen Jahren hat die ZHAW jeweils im Juni die "Swiss CRM Study" präsentiert. Es war eine der wenigen verlässlichen Indikatoren über die Entwicklungen im Schweizer Markt bezüglich CRM.
Damit nimmt die ZHAW - zumindest in der Studie - auch Abschied vom "Winterthurer CRM-Modell" wie es während Jahren liebevoll genannt worden ist. Das neue Modell hat Elemente der Hochschule St. Gallen (aus best practices in marketing) sowie den Bereichen Kultur und Stuktur zu einem neuen Ganzen zusammengefügt.
https://www.zhaw.ch/storage/sml/institute-zentren/imm/studien/Studie-Swiss-Marketing-Leadership-2015.pdf
Wie auch immer - die Studie ist auf jeden Fall lesenswert!
Ist aber die Frage nach den CRM-Trends 2015 noch angebracht?
Warum diese Frage? Die neuste Ausgabe der Studie der ZHAW heisst: "Swiss Marketing Leadership Studie 2015". Nomen est Omen. Mit der gesamtheitlichen Sicht auf die beiden Themen CRM und Produkt Management hat die Studie eindeutig an Bedeutung gewonnen.Damit nimmt die ZHAW - zumindest in der Studie - auch Abschied vom "Winterthurer CRM-Modell" wie es während Jahren liebevoll genannt worden ist. Das neue Modell hat Elemente der Hochschule St. Gallen (aus best practices in marketing) sowie den Bereichen Kultur und Stuktur zu einem neuen Ganzen zusammengefügt.
Gratulation!
Diese neue Gesamtsicht beeindruckt und ist in der Praxis auch besser anwendbar als die zu starke reine CRM-Sicht. Die Studie ist zu finden unter:https://www.zhaw.ch/storage/sml/institute-zentren/imm/studien/Studie-Swiss-Marketing-Leadership-2015.pdf
Primärer CRM-Trend: Integration von CRM- und ERP-Systemen
Gemäss der ZHAW-Studie 2015 heisst der wichtigste CRM-Trend "Integration von CRM- und ERP-Systemen". Warum ist dies ganz oben auf der Liste? Ganz einfach: die Digitalisierung von Geschäftsprozessen setzt voll integrierte Systeme und hohe Datenqualität voraus. Ansonsten "ruckelt" die Digitalisierung. Ist es wirklich ein Trend oder nicht viel eher eine Voraussetzung mit zunehmender Bedeutung?Wie auch immer - die Studie ist auf jeden Fall lesenswert!
Montag, 20. Januar 2014
Thomas Koch on CRM: CRM Trends 2014
Thomas Koch on CRM: CRM Trends 2014: kurz und bündig Im Jahr 2013 hat sich das Customer Relationship Management wiederum stark weiterentwickelt. Man kann derzeit 2 wesentlich...
CRM Trends 2014
kurz und bündig
Im Jahr 2013 hat sich das Customer Relationship Management wiederum stark weiterentwickelt. Man kann derzeit 2 wesentliche CRM Trends feststellen:
- "classic CRM" hat einen ungebrochenen linearen Trendverlauf
- SOMEX, d.h. Social Media, Mobile IT und die Veränderungen im Customer Experience haben an Momentum gewonnen und entwickeln im Verbund eine ungebremste Dynamik (exponentieller Trend).
Stehen wir vor einer Trendwende im CRM im 2014?
Viele Unternehmen haben im Jahr 2013 weiterhin viel Geld und Zeit ins Thema Customer Relationship Management (CRM) investiert. Die CRM-Trends der vergangenen Jahre (Kundendialogmanagement, Loyalitätsprogramme, individuelle Kundenbetreuung nach Kundenwert, mobile CRM, analytical CRM, etc.) sind etabliert und reif geworden. Neue Trends und auch neue Technologien bringen frischen Wind ins Kundenbeziehungsmanagement. Stehen wir vor einer Trendwende im CRM? Diese Frage kann man mit einem Ja und mit einem Nein beantworten:
Die Antwort lautet “Nein”,
wenn man die bisherigen CRM-Trends analysiert. Unternehmen haben im vergangenen Jahr wiederum signifikante Investitionen in die klassischen CRM-Themen sowie den Ausbau der CRM-IT-Systeme getätigt. Die CRM-Trends verlaufen hier vorwiegend linear. Diese Investitionen schaffen nachhaltigen Nutzen, um neue Kunden zu gewinnen, das Potential bestehender Kunden besser auszuschöpfen und die Abwanderung von Kunden zu verhindern. Das Fazit lautet: Der Trend im “classic CRM” verläuft linear. Man kann beim klassichen CRM nicht von einer Trendwende sprechen.
Die Antwortet lautet “Ja”,
wenn man den Blickwinkel öffnet und weitere Trends mitbetrachtet, die man bisher nur teilweise dem CRM-Thema zugeordnet hat: Social Media und mobile IT. So hat Social Media die Art wie wir kommunizieren nicht nur ergänzt, sondern in einigen Bereichen komplett verändert. Der Trendverlauf ist gelinde gesagt exponentiell. Die Auswirkungen auf das Management von Kundenbeziehungen sind bereits Realität. So verlagert sich ein Teil der Kommunikation zwischen Anbieter und Kunde sowie zwischen den Kunden in einen Bereich, der von den Anbietern nicht oder kaum mehr kontrolliert werden kann. Es sind nicht mehr die CRM-Systeme der Anbieter im Zentrum, sondern eben die sozialen Medien. Hier ist weiterhin 1:1-Kommunikation möglich. Aber auch der Informationsaustausch in Communities und weitere neue Formen der Kommunikation haben sich etabliert. Dies stellt Anbieter bezüglich der Kundenkommunikation vor völlig neue Herausforderungen. Das Management von Kundenbeziehungen wird immer schwieriger – der Kunde lässt sich nur noch teilweise managen. Noch bedeutsamer: Kundeninformationen und Kundendaten werden damit dem direkten Zugriff entzogen. Sie verlagern sich hin zu einigen wenigen globalen Social Media Plattformen.
Auch der Trend “mobile IT” verläuft exponentiell. Die beiden Trends social media und mobile IT darf man aber nicht gesondert betrachten, sondern sie verstärken sich gegenseitig. Zudem verändern diese beiden Trends das Kundenerlebnis zunehmend. Die Erwartung der Kunden an das “Customer Experience” wird durch diese modernen Formen der Kommunikation geprägt. Das Customer Experience Management eines Anbieters muss sich daran orientieren, ansonsten läuft es Gefahr seine Wirkung zu verlieren. Jeder dieser 3 Trends ist für sich genommen derzeit sehr stark. Alle 3 verstärken sich gegenseitig und damit entsteht eine ungeheure Dynamik im CRM: SOMEX (Social Media, Mobile IT, Customer Experience).
Das Fazit lautet:
CRM steht vor einer Trendwende. SOMEX entfaltet in den kommenden Jahren eine Dynamik, welche das Potential hat, das CRM neu zu definieren.Was bedeutet dies für Anbieter von Produkten und Services?
Viele innovative Unternehmen haben bereits damit begonnen Social Media und mobile IT aktiv ins Kundenbeziehungsmanagement zu integrieren. Dazu gehören globale Unternehmen wie Swiss oder Nespresso aber auch lokale Firmen wie COOP oder Ricola.
Was bedeutet dies für die Anbieter von CRM-Software?
Für Microsoft, Oracle, Salesforce, SAP, etc. bedeutet dies eine fundamentale Anpassung der Software-Architekturen. Die heute bei Unternehmen implementierte CRM-Software ist in der Regel noch nicht bereit für die Anforderungen von SOMEX.
Lieber Leser, wie beurteilst Du diese Trends? Was sind deine persönlichen Erfahrungen?
Thomas Koch
Montag, 30. Dezember 2013
CRM 2013 - intensiv, spannend, erlebnisreich
Aus persönlicher Sicht war das 2013 wiederum ein erlebnisreiches und spannendes CRM-Jahr. Impressionen dazu:
Die exponentiellen Trends waren "social" and "mobile". Mobile aber nicht im herkömmlichen Sinne (mobile CRM), sondern die Action war am anderen Ende der Beziehung, d.h. beim Kunden. Kunden haben mehr investiert in mobile Technologien als die Anbieter und sich damit betreffend der Beziehung (CRM) etwas unabhängiger gemacht. Da kommt der Link zu "social" zum Tragen. Social Media sind so populär, weil sie u.a. jederzeit und ortsunabhängig im Zugriff sind - eben mobile. Viele Unternehmen haben diesen Trend respektive das DUO erkannt und investiert. Mehr zu diesem Trend-Duo in den CRM-Trends 2014.
Mobile CRM im herkömmlichen Sinne liegt zwar nach wie vor im Trend. Es ist aber ein recht alter Trend, der seit ca. 12 Jahren stetig am Zunehmen ist und langsam reif wird.
Was waren deine CRM-Highlights im 2013?
Thomas
Projekte
Ein ganz herzliches Dankeschön an die Kunden, die ich beraten durfte. Im Vordergrund standen 2 grosse CRM-Projekte. Interessant dabei, dass die Investitionen in die CRM-Grundlagen (Prozesse, People, Technologie) auch im 2013 nach wie vor den grössten Teil ausmachen. Bis eine 360-Grad-Sicht auf die Kunden den Bedürfnissen der Anwender entspricht braucht es in jedem Projekt die nötige Zeit für ein passendes Konzept und noch mehr Zeit für die Umsetzung. Egal, ob man es mit Microsoft-CRM, SAP CRM, BSI oder anderen Tools umsetzt. Das Thema CRM-Erfolgsmessung kann man in einigen Wochen konzipieren, aber die Umsetzung bei grossen Unternehmen dauert Jahre. Aber es lohnt sich.Swiss CRM Forum
Dass es mit dem Swiss CRM Forum unter neuer Führung weitergeht freut mich. So darf man auf die Auflage 2014 gespannt sein. Eine neue Lokalität tut sicherlich gut und ist eine Chance für das Forum.CRM Trends
Meine persönliche Wahrnehmung der Trends im 2013: "Classic CRM" (konzeptioneller Aufbau und Umsetzung der CRM-Kernthemen) ist nach wie vor im Trend (linearer Trend). Vom Reifegrad her sind wettbewerbsintensive Branchen schon sehr weit, andere stecken mitten in der Umsetzung.Die exponentiellen Trends waren "social" and "mobile". Mobile aber nicht im herkömmlichen Sinne (mobile CRM), sondern die Action war am anderen Ende der Beziehung, d.h. beim Kunden. Kunden haben mehr investiert in mobile Technologien als die Anbieter und sich damit betreffend der Beziehung (CRM) etwas unabhängiger gemacht. Da kommt der Link zu "social" zum Tragen. Social Media sind so populär, weil sie u.a. jederzeit und ortsunabhängig im Zugriff sind - eben mobile. Viele Unternehmen haben diesen Trend respektive das DUO erkannt und investiert. Mehr zu diesem Trend-Duo in den CRM-Trends 2014.
Mobile CRM im herkömmlichen Sinne liegt zwar nach wie vor im Trend. Es ist aber ein recht alter Trend, der seit ca. 12 Jahren stetig am Zunehmen ist und langsam reif wird.
CRM ganz persönlich
Als Kunde haben mich die spannenden Begegnungen mit Anbietern gefreut, die Customer Experience auf innovative Art und Weise leben: über ein CEM-Gen verfügen. Sehr positiv in Erinnerung habe ich den Pesko Sport auf der Lenzerheide, die AXA-Winterthur (als mein Auto im Ausland in einen Unfall verwickelt war) sowie das SBB Contact Center (als man schnell und freundlich einen Fehler mit meinem GA ausbügelte). Nicht zu vergessen die perfekte Beratung im Swisscom Center in Olten.Was waren deine CRM-Highlights im 2013?
Thomas
Montag, 9. Dezember 2013
Aufgeschnappt: Customer Experience par excellence
Customer Experience im Swisscom Shop
Die letzten 10 Tage war ich in zwei verschiedenen Swisscom Shops, um kurzfristig etwas zu kaufen. Die neuen Shops (ohne Ticketnummern) gefallen optisch sehr gut und die Beratung ist auch immer freundlich.
Sehr positiv überrascht war ich beim Besuch eines "alten" Shops mit Ticket-Nummer. Die Shop-Mitarbeiterin hat mir das technische Problem umgehend gelöst und mich bei der Beratung einer neuen Handy-Schutzhülle perfekt beraten. Ich war beeindruckt von der fachlichen und persönlichen Kompetenz.
Fazit: ein neues Shop-Layout ist positiv. Die freundlichen Mitarbeiter sind aber entscheidend (Shop Layout hin oder her). Swisscom Shop Olten: einfach Top oder "customer experience par excellence".
Donnerstag, 3. Januar 2013
Top 6 CRM Trends 2013
Top 6 CRM Trends 2013
Das Customer
Management im Jahr 2013 wird durch verschiedene Trends geprägt. Die CRM-Trends
sind aber keineswegs einheitlich. Die Berichte von Analysten zeigen ein recht
homogenes Bild was die IT-Trends rund um CRM anbetrifft. Bei den eigentlichen
CRM-Trends ist aber keine Einheitlichkeit auszumachen, so dass eine persönliche
Gewichtung der Trends aus Praxissicht notwendig ist.
Welche Trends
haben das Potential, die grössten Veränderung zu bewirken und das Customer
Management nachhaltig zu beeinflussen? Das Kundenbeziehungs-Management wird
auch in Zukunft stark von den IT-Trends geprägt sein. Die folgenden 3 IT-Trends haben einen direkten Bezug zu CRM und
verfügen über eine hohe Dynamik:
·
Social
Media
·
Mobile
IT
·
Big
Data
Die Trends im Kernthema von Customer Management
sind nicht neu und die Bewegungen sind hier etwas moderater als bei den CRM IT-Trends.
Die Wirkung dieser Trends ist aber genauso stark. Aus der Sicht eines
Praktikers gehören die folgenden drei Trends zu den wichtigsten originären
CRM-Trends:
·
Individuelle
Kundenbetreuung nach Kundenwert
·
Vertical
CRM (branchenspezifische Ausprägungen)
·
Customer
Experience Management (CEM)
Der Trend
„individuelle Kundenbetreuung nach Kundenwert“ setzt bereits einen hohen
Reifegrad von CRM voraus. Die Autoren der Schweizer CRM-Trend Studie „Swiss CRM
2012“ von der zhaw (Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften) sprechen
hier gar von einem Megatrend: „Die Kundenbetreuung im Hinblick auf
unterschiedliche Kundenwerte zu individualisieren entwickelt sich zum Megatrend
im Schweizer CRM.“
Die obige
Gliederung der Trends in „originäre CRM-Trends“ und „IT-Trends rund um CRM“
soll verdeutlichen, dass CRM nicht gleich IT ist, dass aber die
Informationstechnologie eng mit der Entwicklung von CRM verbunden ist und nach
wie vor ein starker Treiber von CRM ist.
Die
formulierten Top 6 CRM-Trends sind nicht zu verwechseln mit den
CRM-Herausforderungen. Diese sind sehr unternehmensspezifisch und stark
abhängig vom jeweiligen CRM-Reifegrad einer Unternehmung sowie den
strategischen Zielen (CRM-Strategie). Nachfolgend eine kurze Beschreibung der
Trends:
CRM IT-Trend:
Social Media / Social CRM
Die
dynamische Entwicklung und zugleich globale Verbreitung von social media und
social networks ist ungebrochen. Was sagt Ihnen die Zahl 1´101´460´679? Die
Rekordmarke von mehr als einer Milliarde Hits auf youtube für das Video
„gangnam style“ setzt neue Massstäbe. Ausgelöst wurde die Welle durch die
Kombination von social media (twitter, youtube, etc.). Da kommen Werbefachleute
und CRM-Verantwortliche ins Träumen: Innerhalb von wenigen Wochen konnte ein
Publikum von mehr als einer Milliarde erreicht werden. So wirkungsvoll kann
social media sein.
Die Nutzung
von social media im CRM-Bereich erschliesst sich nicht von selbst. Es ist ein
neues und für viele noch ein eher unbekanntes Gebiet. Neu ist unter anderem,
dass die Grenzen zwischen B2C und B2B aufweichen. Fazit: der Trend social media
ist ungebrochen stark; mit social CRM stehen wir aber noch in der Anfangsphase.
CRM IT-Trend: Mobile IT
Mobile IT im
CRM-Bereich gibt es seit mehr als 10 Jahren. Die vergangenen 2 Jahre hat sich
dieser Trend enorm beschleunigt und man kann von einer neuen Ära sprechen: So
hat Apple mit der Kombination von neuen Produkten und Services diesen Trend
richtiggehend „befeuert“: iPad, iPhone, iTunes, iCloud sowie die zugehörigen
Apps haben das CRM in die neue mobile Ära katapultiert.
Mobile
Anwender im Vertrieb und Service bekommen nun endlich die auf ihre Bedürfnisse
zugeschnittenen Apps und mobilen Geräte. Die rasant wachsende Anzahl von Apps
sind auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten und stammen häufig gar nicht
mehr vom CRM-Anbieter der CRM-Software, sondern von Drittfirmen.
Bei mobile
CRM ist aber eine zweite und neue
Dimension dazugekommen: die Apps für die Kunden und potentiellen Kunden,
welche eine neue Form der Interaktion erlauben. Neu ist die starke Zunahme von
„spielerischen Apps“ die stark auf die Bindung von Kunden abzielen, aber auch
für potentielle Kunden interessant sein können.
In einem weiteren Schritt kommt hier das „Internet
der Dinge“ dazu – mobil versteht sich. Gerade im industriellen Umfeld
findet eine Anbindung der technischen Welt ans CRM statt. Das CRM-System kann
feststellen, wie der technische Zustand einer Anlage ist, und dem Kunden rechtzeitig die Vorschläge und
Angebote aus dem Kundenservice unterbreiten. Mobile IT bedeutet hier
entsprechend auch mobile Internet (der Bus, das Auto, etc. sind mobil und via
Internet mit dem CRM-System verbunden).
CRM IT-Trend: Big Data
Big Data ist
ein IT-Trend, der viele Bereiche durchdringt. Relativ neu ist dabei die
Datenquelle social media. Das Datenvolumen aus den verschiedenen Quellen
bezogen auf Kunden und Märkte steigt rasant.
So geht es
zum einen darum, die Datenflut zu beherrschen, die Daten zu sammeln, zu
speichern und für die verschiedenen
Interessenten im Unternehmen nutzbar zu
machen. Gerade die Dimension „social media“
macht diese Aufgabe nicht leicht.
Die Bedeutung
von analytischen CRM nimmt mit diesem Trend zu. Der Wert für die Unternehmung
entsteht durch die intelligente Auswertung der Daten, der Kombination von
Dimensionen und der anwendergerechten Aufbereitung der Resultate.
Big Data
bedeutet aber auch „fast data“. Für verschiedene Bedürfnisse werden heutige
Data-Warehouse und Reporting-Prozesse und – Systeme nicht mehr ausreichen.
In-Memory-Appliances eröffnen hier eine neue Welt, um kundenbezogene
Informationen blitzschnell zur Hand zu haben. Gerade im CRM bedeutet hier Zeit
(Geschwindigkeit) ist Geld.
CRM-Trend: Individuelle
Kundenbetreuung nach Kundenwert
Die im Sommer
2012 erschienene Trend-Studie zum Schweizer CRM-Markt (School of Management and
Law der zhaw) beschreibt diesen Megatrend auf gut verständliche Art und Weise: http://www.zhaw.ch/de/zhaw/die-zhaw/medien/medienmitteilung/news/swiss-crm-studie-2012-bedeutung-von-kundenbeziehungsmanagement-auf-hoechststand-kopie-1.html
CRM-Trend: Vertical CRM
Während sich
CRM-Themen wie auch CRM-Systeme meist nicht sehr branchenorientiert
präsentieren, sind die Umsetzungen in der Praxis meist sehr branchenspezifisch
oder gar kundenindividuell.
Dieser Trend
ist nicht neu. Er nimmt stark an Bedeutung zu. So haben viele Unternehmen die
Grundinvestitionen in CRM getätigt und
können sich nun vermehrt um die branchen-spezifischen Anforderungen kümmern und
Lösungen dafür realisieren. Die Wirkung davon ist stark und nachhaltig. Wem es
gelingt, dies besser als andere umzusetzen, kann sich im Markt deutlich
differenzieren und langfristige Wettbewerbsvorteile erzielen. Es handelt sich
hier nicht um einen „lauten“ Trend wie social media oder mobile IT, aber um
einen sehr wirkungsvollen.
Auch die
führenden Anbieter von CRM-Software unterstützen diesen Trend. So bieten z.B.
Microsoft und SAP CRM-Systeme an, die gewisse branchenspezifische Ausprägungen
haben und ermuntern ihre Partner,
branchenspezifische Anwendungen (vielmehr Templates) zu entwickeln und sehr
zielgerichtet zu vermarkten. Bei neuen mobilen Apps ist dies bereits vielfach
der Fall (branchen- oder kundenindividuelle Produkte).
CRM-Trend: Customer Experience
Management
Dass der
Kunde und das Kundenerlebnis im Mittelpunkt stehen sollen, ist allgemein
anerkannt. Je grösser ein Unternehmen und je IT-geprägter die CRM-Umsetzung,
umso stärker besteht die Gefahr, dass die emotionalen Aspekte im Umgang mit den
Kunden und auch die sensorischen Themen im Kundenerlebnis zu kurz kommen.
Ziel von
Customer Experience Management ist es, die Kundenperspektive zu optimieren
- zur Stärkung der Loyalität und zur
Förderung der Weiterempfehlung. Wie aber kann man einzigartige Kundenerlebnisse
schaffen? Wie kann man dabei auch konsequent die outside-in Sicht ins
Unternehmen bringen?
Die
Hochschule Luzern hat dazu unter Leitung von Prof. Dr. Uta Jüttner einen
Praxisleitfaden erarbeitet: „Kundenerlebnismanagement – praxisorientierte
Handlungsanleitungen für Dienstleistungsunternehmen“. Der Leitfaden wurde in
Zusammenarbeit mit 4 Unternehmen erarbeitet, ist gut verständlich geschrieben
und sei zur Lektüre empfohlen (erschienen im compendio Verlag).
Fazit
Die oben
formulierten CRM-Trends zeigen, dass sich das Thema CRM erneuert und
weiterentwickelt. Die CRM IT-Trends sind ein starker Treiber für Investitionen
ins Thema CRM. Nur ein Prophet kann vorhersagen, welcher dieser Trends stärker
und länger anhalten wird als andere. Die Herausforderung bleibt die Umsetzung:
Welche Trends sind für das eigene Unternehmen relevant? Wo stehe ich selber
betreffend dem CRM-Reifegrad und welches sind die nächsten sinnvollen
Investitionen? Welchen Trend darf ich auf keinen Fall verpassen und wo kann ich
es mir leisten mal abzuwarten?
Auf jeden Fall gilt: Es braucht ein eigenständiges CRM im
Unternehmen (CRM-Strategie, CRM-Prozesse). Die IT (CRM-IT) unterstützt die
Umsetzung in der Praxis und bringt auch selbständig neue Impulse. Eine moderne
CRM-IT-Landschaft kann die Umsetzung beschleunigen und vor allem breit (global)
nutzbar machen: anytime, anywhere!
Ihre Meinung?
Wie
beurteilen Sie die Top 6 CRM-Trends 2013?
Welches sind
Ihre CRM-Herausforderungen für das Jahr 2013?
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